Kolloquium Creativity & Innovation

Kolloquium „Creativity and Innovation in Urban Ecosystems – Munich and Montreal in Comparison“

Am 11. und 12. Oktober 2018 hat der Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation in Kooperation mit der Quebecer Wirtschaftshochschule HEC Montréal das internationale Kolloquium „Creativity and Innovation in Urban Ecosystems – Munich and Montreal in Comparison“ ausgerichtet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten an der Universität Passau Fragen zu städtischen Innovations-Ökosystemen und deren Einfluss auf Kreativität und Innovation.

Das Kolloquium, welches von rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Montréal, München und Passau verfolgt wurde, diente als Zwischenergebnisbericht des kulturvergleichenden Forschungsprojektes „L’Écologie sociale et structurelle des villes creatives“ (Die soziale und strukturelle Ökologie kreativer Städte), initiiert von Prof. Christoph Barmeyer, Prof. Allain Joly und Maria Wilhelm. Geforscht wurde zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Art, Entstehung und Verbreitung von Kreativität und Innovationen in Deutschland und dem französischsprachigen Kanada. So wurden von September bis November 2017 insgesamt 40 Interviews mit verschiedenen Akteuren aus den städtischen Ökosystemen München und Montreal durchgeführt.

Zum Kolloquium wurden involvierte Interviewpartner aus München und Montreal eingeladen: Vertreter der Regierungen von Bayern und Quebec, Universitäten und Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start-ups sowie Gründer- und Entrepreneurshipzentren. Somit bot das Kolloquium Plattform zum interkulturellen und interdisziplinären Austausch zwischen Deutschland und Kanada. Einen zentralen Programmpunkt des Kolloquiums stellte der Vortrag von Prof. Patrick Cohendet der HEC Montreal dar, welcher seine Forschungsarbeiten zur Leitfrage „What makes an urban ecosystem creative?“ vorstellte.

Das Forschungsprojekt um Prof. Barmeyer kam im Städte-Vergleich zu folgendem Ergebnis: Während die bayerische Landeshauptstadt als technisch-innovative Stadt identifiziert wurde, präsentiert sich Montreal als technologisch-kreative Stadt. Das Stadtbild beider Städte wird durch bereits länger ansässige Unternehmen geprägt. Allerdings gibt auch mehr als die Hälfte der Montrealer Start-ups an, einen Bezug zur Kreativwirtschaft zu besitzen. Ergänzt wurde die zweitägige Veranstaltung u.a. durch Kurzpräsentationen von Vertretern aus Entrepreneurship-Zentren, Inkubatoren und Acceleratoren aus München und Montreal. Zudem fand ein deutsch-kanadischer „Founders Slam“ mit sechs Start-ups sowie interaktive, online-basierte „Question and Answer-Sessions“ statt. Kleingruppen-Diskussionen und Workshops, eine von Studierenden erstellte Poster-Vernissage und ein gemischtes Rahmenprogramm schufen gute Voraussetzungen für zukünftige interkulturelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Gefördert wurde das Kolloquium durch die Bayerische Forschungsallianz sowie durch den Veranstaltungspool der Universität Passau.

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